Die Nachhaltigkeitszutat für FEC – Active Entertainment

Das Phänomen der „Erlebniswirtschaft“, das erstmals in den frühen 1990er Jahren erwähnt wurde, hat durch die sozialen Medien und die Kultur des Teilens an Dynamik gewonnen. Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok haben den Fokus vom Besitz auf Erfahrungen verlagert und den sozialen Status vom „Haben“ zum „Sein“ verändert. Diese Verschiebung, die durch öffentlich quantifizierbare Erinnerungen verstärkt wird, hat die Kaufgewohnheiten der Millennials und der Gen Z stark beeinflusst. Für sie entsteht der soziale Wert eher durch einzigartige Erfahrungen als durch materielle Güter, was die Art und Weise beeinflusst, wie sie mit der Welt interagieren und Kaufentscheidungen treffen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Unterhaltungsindustrie im letzten Jahrzehnt einen Boom erlebt hat. Und während die Klassiker wie Spielhallen oder Autoscooter immer noch weit verbreitet sind, sind Trends wie Active Entertainment – das Konzept der Verbindung von Unterhaltung und körperlicher Betätigung – auf dem Vormarsch.

Unterhaltung für die ganze Familie

Dies gilt insbesondere für Unterhaltungsangebote, die sich an Kinder und Familien richten. Der Anreiz, dass Kinder aktiv spielen, anstatt den Bildschirm zu nutzen, ist zu einem mächtigen Marketinginstrument geworden, das sowohl die emotionalen Bedürfnisse als auch den Wunsch nach körperlicher Betätigung anspricht, den viele Eltern nur schwer erfüllen können. Darüber hinaus wird dieser Trend durch die Fokussierung der Millennials auf Gesundheit und Wellness noch verstärkt, da sie versuchen, ihre Kinder fitter, gesünder und umweltbewusster zu erziehen.

Von diesen Trends profitieren in erster Linie die FEC-Zentren. Natürlich ist die hohe Nachfrage gleichbedeutend mit hartem Wettbewerb, so dass die Jagd nach neuen und interessanteren Attraktionen immer weitergeht. Von Trampolinen über Soft Play bis hin zu Riesenrutschen – wenn es darum geht, die Nachfrage nach körperlich herausfordernder Unterhaltung zu befriedigen, scheinen die Möglichkeiten endlos.

Kletterwände für Kinder

Die Kombination von kognitiven und physischen Herausforderungen in einer einzigen Attraktion kann schwierig sein, und nur wenige Arten schaffen es, dies gut umzusetzen. Ein Paradebeispiel für erfolgreiche aktive Unterhaltung sind Kletterwände für Kinder. Diese Wände sind speziell darauf ausgerichtet, die kognitive Entwicklung zu fördern und gleichzeitig das Gleichgewicht, die Koordination und die Beweglichkeit der Kinder zu fordern. Da sie sowohl den Geist als auch den Körper ansprechen, bieten sie Kindern eine unterhaltsame und effektive Möglichkeit, sich körperlich und geistig weiterzuentwickeln. Sie sind eine allumfassende Aktivität, die den modernen Erziehungszielen für aktives, gesundes Spielen entspricht.

Kinderkletterwände sind bereits extrem „in“ und Kletterzentren, die ausschließlich für Kinder konzipiert sind, tauchen in ganz Europa und den USA sowie im Nahen Osten auf. Doch so beliebt und flexibel diese auch sind, sie erfordern ein Gebäude mit einer beträchtlichen lichten Höhe, eine Anforderung, die nicht alle FECs erfüllen können.

Edutainment

Eine Option für kleinere und engere Räume könnte eine andere künstliche natürliche Struktur sein – das künstliche Höhlensystem. Durch die Kombination von Erkundungsspielen mit Tunneln und Hindernissen ist diese Attraktion der Inbegriff von „Edutainment“ und gleichzeitig interessant und anregend.

Diese Lösungen sind jedoch eher eine Einzelaktivität im Vergleich zu anderen Attraktionen wie Adventure Trails oder Cloud Climbs, die den Wunsch der Kinder nach Wettbewerb und phantasievollen Spielen in der Gruppe befriedigen.

Spaß im echten Leben

Diese Aktivitäten haben einen Anspruch auf Nachhaltigkeit, denn im Gegensatz zu Videospielen konzentrieren sie sich auf echtes körperliches Engagement und die Förderung von Verbindungen zwischen den Teilnehmern, ihren Eltern und dem FEC selbst. So entsteht eine dauerhafte Gemeinschaft, die zu wiederholten Besuchen anregen kann. Auch wenn Covid-19 immer noch ein Thema ist, suchen die Menschen heute mehr denn je nach gemeinsamen, sinnvollen Erfahrungen. Auch wenn die Pandemie den Unternehmen schwer zu schaffen macht, so bietet sie doch auch eine Chance für FECs, sich auf ein nachhaltigeres Modell zu verlegen, das sowohl Kinder als auch Eltern anspricht, indem es ein tieferes Engagement bietet.

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